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Wehklagen, mittleres Niveau

Präsente Oldschool-Psychochiffren in einer mäßig ausgeprägten Depression, das Ganze zwischen recht vollen Tagen. Die Abende sind sehr leer - schon merkwürdig, wie der seit Jahresbeginn im Gang befindliche Umschaltprozeß auf ein richtiges Leben als Citoyen standardisierte Tagesabläufe produziert. Jetzt, um kurz vor Mitternacht noch am Computer zu sitzen, noch vor einer guten halben Dekade habituell vermutlich das Normalste der Welt, hat mittlerweile - befragt man sich darüber - fast schon evidentermaßen etwas vom Stigma eines Zukurzgekommenen.

Lebensweltlich steht das Zukurzgekommensein, vor allem jedoch dessen offensive und kämpferische Artikulation in vielerlei Hinsicht zur Disposition. Dahinter stecke nur Neid, so noch die plumpste Lesart, viel schwerwiegender ist jedoch das ganz reale ideologische Diktat des bloßen Produktiv-Schöpferisch-Generierens von akzeptablem bzw. repräsentationsfähigem Sein according zum späten Foucault.

Schon erstaunlich, meine ganz eigene Front in diesem jetzt hier theoretisch aufgeladen formulierten Wirrwarr ist ja seit enigen Jahren die eines, wenn auch nicht allzu offensiv vertretenen Wunschs nach einem Zurück, und zwar zumindest zur formalen Legitimität von Artikulationen des Zukurzgekommenseins. Dass die ganz anders aussehen soll/muss als in jedem Früher, liegt natürlich auf der Hand.

Damit (und das meint jetzt erst einmal nicht genau diese Position, sondern zunächst nur die bloße Möglichkeit, so etwas zu reflektieren) ist man jedoch inzwischen ziemlich einsam - diskutierbar wäre es mit genau einer Person, inhaltlich zumindest grob teilbar wäre es ebenfalls mit genau nur einer (allerdings anderen) Person. Beide leben leider jeweils ein paar Hundert Kilometer entfernt und wenn man sich denn mal sieht, kommt man erst gar nicht zu solchen Themen.
19.8.07 23:59


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Das richtige Leben ist da

Was für ein intensiver Abend. Eigentlich ja genauer betrachtet alles gar nicht der Rede wert, aber ich rechnete seit dem Nachmittag stundenlang an meiner Steuererklärung herum mit dem völlig überraschenden Ergebnis, dass ich wohl ohne Nachzahlung wegkomme, und dann noch dieses mindestens genauso überraschend sich superspannend entwickelnde Pokalspiel (Burghausen - FCB), bei dem man merkt, dass noch die ältesten Fußballmythen jederzeit wieder brutal reinhauen können. Völlig aufgeheizt sitze ich jetzt noch tief in der Nacht hier, dabei heißt es morgen früh spätestens 08.15 h aufstehen.

Alles ist und wird gut und in den letzten beiden Augustwochen mache ich mir jetzt mal selbst richtig Stress. Renoviert wird und überhaupt ist gerade/heute so eine Haltung des forsch und frontal auf die Dinge Zugehens ausgebrochen. Es fühlt sich ein wenig nach richtigem Leben an.
7.8.07 01:18


Entspannung 2

Aufgefallen: Öffentliches Aussprechen schafft immer noch/wieder Realitäten. Erstaunliche Erfahrung, PA-Revival schon wieder, jetzt und hier aber völlig egal, denn wenn sich dies bewahrheitet, würde es manches berechen- und steuerbarer machen.

Sehr positive Grundstimmung.
1.8.07 00:00


Entspannung Eins

Metatext: Quasi nur ein weißes Shirt weiter. Effekte, die man doch produziert, auch wenn sie sich erst Wochen später bemerkbar machen. Schön so gerade.

Beschwingter Dienstagabend im freundlichsten Hochsommer seit langem. Selten war soviel Einschreibefläche. Rein gar nichts aktutes ist passiert, lediglich die Struktur des Alltags hat gewaltet. Dunkle Wolken sind weit und mit ihnen das ganz alte Leben. Zwar noch präsent, aber komplett ohne jeglichen Druck. Das Unvereinbarkeitscredo ist erfolgreich geschluckt. Gedanken nur ganz abstrakt in die Richtung, dass man sich fragt, ob man nicht doch etwas verpasst/versäumt, was es so und in der umfassenden Intensität nirgends anders gibt/geben wird. Möglicherweise ist das so, aber es bekümmert nicht.

Die fiktive Spannweite wäre zu groß, sozial niemals auszuagieren.
31.7.07 23:54


Relektüre des aktuellen Befunds

+48h und: Ja, soweit absolut ja.

Guten Weg gezeichnet, Disziplin ist auch längst wieder zurückgekehrt. Alles wird besser, auch wenn größere Sprünge frühestens ab Mitte August zu erwarten sind. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
24.7.07 23:16


Aktueller Befund, Sommer 2007, pt. IV

Alles etwas zäh heute, deshalb jetzt noch ein letzter Versuch mit Henrik Schwarz. Die gestrige Begegnung mit dem Hauptgegner, die mich vorhin überhaupt erst dazu brachte, mich an dieses Blog zu erinnern und es aufzurufen, verblasst während des Textens doch stark. Es gibt dazu einfach kaum etwas neues zu sagen. Die Rauskram-Phase des Themas im letzten Sommer und Herbst hat da für mich doch noch mal vieles klarer werden lassen.

Wie gehabt regierte gestern abstrakt-unpersönliche Freundlichkeit und höfliche Distanz, der Umgang lockert sich auch insgesamt etwas, aber angesichts der Zeitabstände der Begegnungen ist das doch eher vernachlässigenswert und mündet garantiert nicht in realere Prozesse. Mir scheint damit fast ein Endstadium erreicht, so kann das jedenfalls laufen, bis man sich irgendwann auf der ersten Beerdigung eines gemeinsamen Bekannten einfindet. Will sagen: Da tut sich wohl nicht mehr viel. Ich denke, ich habe das inzwischen auch akzeptiert und bin mir nicht mal mehr sicher, ob ich da - gewisse nicht vorhandene Realisierungsperspektiven vorausgesetzt - überhaupt noch mal ein vertiefendes bzw. klärendes Gespräch in Gang setzen wollen würde. Wozu? Man/Ich würde nur enttäuscht ob der Frage, wieso man ausgerechnet in so einen Menschen über so lange Zeit so viel investiert hat.
23.7.07 00:29


Aktueller Befund, Sommer 2007, pt. III

"Leeres Leben" war bislang das zentrale Stichwort. Wake me up / when September comes fällt mir dazu ein. Kalenderexistenz, mit den beiden Depropeaks im Hochsommer und Mitte Oktober, wie gehabt. Das wäre die zyklische Antwort.

Vielleicht gibt es keine andere. Sicher, nachdem das Finanzdesaster abgewendet war, Anfang/Mitte Juni, begann ich alles frei zu räumen und wie immer ist es dann irgendwie - jetzt - leer und kalt geworden. Derzeit führt die Leere eider dazu, dass auch die Kraft komplett versiegt ist. Nur abstrakter Willen liegt vor. Sinnlose und zielfreie Ausritte in die reale Welt sind die Folge. Heute sogar gleich zweimal. Aber das ist nicht wirklich schlimm.

Keine Ziele momentan - die Finanzfront befriedet, zwar mit wenig Perspektiven, aber ein Überleben auf niederem Niveau zumindest mittelfristig abgesichert. Körperfront und Sozialfront stehen nun im Fokus, aber da wollen sich einfach keinerlei Erfolgserlebnisse einstellen. Allenthalben Stagnation und sich andeutende Rückschläge. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass der erste Schuss an der Körperfront ins Nichts ging.
23.7.07 00:04


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