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Aktueller Befund, Sommer 2007, pt. I

Der Hauptgegner ist viel unwichtiger geworden. Sicher eine der zentralen Lektionen des letzten Dreivierteljahres.

Hardfacts: Ein knappes halbes Jahr weiter und der Finanzkill ist immerhin erfolgreich abgewendet. Allerdings auf Kosten des ohnehin schon zuvor reichlich maladen Sozialen, versteht sich. Meine Haut rebelliert energisch, bereits seit einem Jahr und in jüngster Zeit noch einmal verstärkt. Mein vollkommen deregulierter Schlafrhythmus macht mir zudem große Sorgen. Glück und Antrieb sind ganz weit weg. Der Körper ist ein einziges großes Probem, obwohl die Sportprogramme seit einem halben Jahr auf Hochtouren laufen. Aber: Es gibt da draußen immerhin wieder ein Gesicht, das mein Interesse weckt - ja, das ist die schöne Neuigkeit. Kommunikationskanäle leider komplett Fehlanzeige, dafür No-Go-Befürchtungen aller Art.

Kommunikation fällt derzeit unglaublich schwer: Kann nicht zuhören, kann mich nicht konzentrieren, keinerlei Interesse an anderen. Gedanken manchmal an so eine Art the hardest in Sozialrealismus possible, also: ... und wenn du dich mal ehrlich fragst, wird dein Selbstmord nur vertagt .... Nichts akutes, aber ist nicht ganz so weit weg wie früher.
22.7.07 23:18


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Aktueller Befund, Sommer 2007, pt. II

Versuch mit Mogwai's Zidane-Soundtrack.

Gibt da jetzt dann doch offenbar eigentlich nicht so viel zu sagen. Ist letztlich klar, dass man sowieso genauso weiter leben wird, wie zuletzt. Umsturzideen und Transzendenzmodelle sind ohnehin alle längst ausrangiert. Und es gibt auch überhaupt keinen Druck. Insofern hat sichs sogar auf gewisse Weise gelohnt, das Thema im letzten Sommer noch mal in der Schriftform aufzugreifen, also quasi dieses Fenster aufzumachen. Mehr frische Luft als große Kälte, das ist sozusagen das Ergebnis.

Etwas Neues müsste her.

Aber eigentlich bin ich gerade auf der Suche nach dem Antrieb und der Energie. Leeres Leben. Klassische Hochsommerfragestellung.

Das absente Glück und die fehlende Freundlichkeit. Eins ist bereits seit Wochen Thema, Zwei formiert sich gerade als solches. Kann ich vom Hauptgegner am Ende noch etwas lernen? Rhetorische Frage, selbstverständlich geht das, stand auch nie in Zweifel.

Zitatismus nochmal: ... sitting here like a loaded gun / i'm waiting to go off / i've got nothing to do but / shoot my mouth off - auch irgendwie längst gestrig, selbst wenn die Befindlichkeitsdescription mir nach wie vor nicht fremd ist.
22.7.07 23:45


Aktueller Befund, Sommer 2007, pt. III

"Leeres Leben" war bislang das zentrale Stichwort. Wake me up / when September comes fällt mir dazu ein. Kalenderexistenz, mit den beiden Depropeaks im Hochsommer und Mitte Oktober, wie gehabt. Das wäre die zyklische Antwort.

Vielleicht gibt es keine andere. Sicher, nachdem das Finanzdesaster abgewendet war, Anfang/Mitte Juni, begann ich alles frei zu räumen und wie immer ist es dann irgendwie - jetzt - leer und kalt geworden. Derzeit führt die Leere eider dazu, dass auch die Kraft komplett versiegt ist. Nur abstrakter Willen liegt vor. Sinnlose und zielfreie Ausritte in die reale Welt sind die Folge. Heute sogar gleich zweimal. Aber das ist nicht wirklich schlimm.

Keine Ziele momentan - die Finanzfront befriedet, zwar mit wenig Perspektiven, aber ein Überleben auf niederem Niveau zumindest mittelfristig abgesichert. Körperfront und Sozialfront stehen nun im Fokus, aber da wollen sich einfach keinerlei Erfolgserlebnisse einstellen. Allenthalben Stagnation und sich andeutende Rückschläge. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass der erste Schuss an der Körperfront ins Nichts ging.
23.7.07 00:04


Aktueller Befund, Sommer 2007, pt. IV

Alles etwas zäh heute, deshalb jetzt noch ein letzter Versuch mit Henrik Schwarz. Die gestrige Begegnung mit dem Hauptgegner, die mich vorhin überhaupt erst dazu brachte, mich an dieses Blog zu erinnern und es aufzurufen, verblasst während des Textens doch stark. Es gibt dazu einfach kaum etwas neues zu sagen. Die Rauskram-Phase des Themas im letzten Sommer und Herbst hat da für mich doch noch mal vieles klarer werden lassen.

Wie gehabt regierte gestern abstrakt-unpersönliche Freundlichkeit und höfliche Distanz, der Umgang lockert sich auch insgesamt etwas, aber angesichts der Zeitabstände der Begegnungen ist das doch eher vernachlässigenswert und mündet garantiert nicht in realere Prozesse. Mir scheint damit fast ein Endstadium erreicht, so kann das jedenfalls laufen, bis man sich irgendwann auf der ersten Beerdigung eines gemeinsamen Bekannten einfindet. Will sagen: Da tut sich wohl nicht mehr viel. Ich denke, ich habe das inzwischen auch akzeptiert und bin mir nicht mal mehr sicher, ob ich da - gewisse nicht vorhandene Realisierungsperspektiven vorausgesetzt - überhaupt noch mal ein vertiefendes bzw. klärendes Gespräch in Gang setzen wollen würde. Wozu? Man/Ich würde nur enttäuscht ob der Frage, wieso man ausgerechnet in so einen Menschen über so lange Zeit so viel investiert hat.
23.7.07 00:29


Relektüre des aktuellen Befunds

+48h und: Ja, soweit absolut ja.

Guten Weg gezeichnet, Disziplin ist auch längst wieder zurückgekehrt. Alles wird besser, auch wenn größere Sprünge frühestens ab Mitte August zu erwarten sind. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
24.7.07 23:16


Entspannung Eins

Metatext: Quasi nur ein weißes Shirt weiter. Effekte, die man doch produziert, auch wenn sie sich erst Wochen später bemerkbar machen. Schön so gerade.

Beschwingter Dienstagabend im freundlichsten Hochsommer seit langem. Selten war soviel Einschreibefläche. Rein gar nichts aktutes ist passiert, lediglich die Struktur des Alltags hat gewaltet. Dunkle Wolken sind weit und mit ihnen das ganz alte Leben. Zwar noch präsent, aber komplett ohne jeglichen Druck. Das Unvereinbarkeitscredo ist erfolgreich geschluckt. Gedanken nur ganz abstrakt in die Richtung, dass man sich fragt, ob man nicht doch etwas verpasst/versäumt, was es so und in der umfassenden Intensität nirgends anders gibt/geben wird. Möglicherweise ist das so, aber es bekümmert nicht.

Die fiktive Spannweite wäre zu groß, sozial niemals auszuagieren.
31.7.07 23:54





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